Leitung in der Krise

Leitung in der Krise


# Aus dem Pfarrteam
Veröffentlicht von Lars Schütt am Donnerstag, 19. März 2020, 07:33 Uhr
© pixabay

Von Lars Schütt. Eine Woche ist vergangen, seit dem letzten Gottesdienst. Ich hätte gedacht, dass die Arbeit weniger würde, wenn alle Veranstaltungen wegfallen. Aber tatsächlich bin ich in den letzten beiden Wochen ebenso viel am Schreibtisch, wie ich sonst auch dort arbeite oder unterwegs bin. Zum Glück bin ich als Pfarrer das Homeoffice gewohnt und habe einen schönen Blick ins Grüne (mitten in Oberbilk!). Mein Büro ist eher klein, keine Bücher, schlichte Holzmöbel, eine kleine Sitzgruppe die jetzt erstmal leer bleibt. Ich komme mir vor wie auf der Kommandobrücke eines Schiffes, das in einem großen Flottenverbund in See sticht. Unendliche Weiten... (ah, es ist Freitag, die nächste Folge Star Trek Picard läuft heute! Sehr schön...)

In der Woche vor der Presbyteriumssitzung am 16. März hatte sich fast stündlich die Lage geändert und wir waren permanent damit beschäftigt uns neu abzustimmen darüber, was wir im Presbyterium wohl beschließen würden. Bis zuletzt hatten wir daran festgehalten, dass wenigstens die Gottesdienste stattfinden könnten. Am Ende war keine Salamischeibe mehr übrig: Alles fällt aus! Nicht Mal offene Kirche am Sonntag.

Nun begann die Kommunikation darüber an die Mitarbeitenden, die Ehrenamtlichen und die Gemeinde. Alle wollen natürlich wissen, was nun passiert. Was bedeutet das für die Arbeit mit der Mitarbeitenden? Dazu kam dann die suche nach technischen Möglichkeiten, miteinander zu konferieren. Insbesondere Presbyteriumssitzungen mit fast 30 Teilnehmern per Videokonferenz brauchen eine solide Lösung. 

Was mich in der Presbyteriumssitzung aber gefreut hat ist der Wille, das geistliche Leben und die Beziehungsarbeit nicht ruhen zu lassen. Dieser Newsletter ist ja ein Ergebnis bzw. Versuch. Auch die wöchentlichen kurzen Online-Andachten in der Form eines geistlichen Austausches sind daraus entstanden. Die anderen Arbeitsbereiche werden berichten, was bei Ihnen so passiert.


Ich bin gespannt, was sich auf diesen Wegen noch entwickeln wird. Wir freuen uns auf Rückmeldungen und Anregungen.

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