Online Andacht 22. März 2020

Online Andacht 22. März 2020


# Aus dem Pfarrteam
Veröffentlicht von Lars Schütt am Samstag, 21. März 2020, 15:05 Uhr
© Schütt

Als kleinen Ersatz für den Gottesdienst am Sonntagmorgen posten wir hier jeden Sonntag einen Austausch über den Predigttext des Tages. Ein kurzer Impuls und ein Gespräch darüber im Rahmen einer Videokonferenz sollen Euch und Ihnen etwas geistliches "Futter" für die Woche mitgeben.

Wir freuen uns über Kommentare und Rückmeldungen. Vielleicht habt Ihr / haben Sie Ideen für Themen oder Fragen für die nächste Woche.



Die Predigt von Judith Uhrmeister zu diesem Sonntag gibt es hier zum Download


Der Bibeltext zum Gespräch steht in Joh 14

14,1»Lasst euch im Herzen keine Angst machen.

Glaubt an Gott

und glaubt auch an mich.

2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.

Sonst hätte ich euch nicht versprochen:

›Ich gehe dorthin,

um einen Platz für euch bereit zu machen.‹

3Und wenn ich dorthin gegangen bin

und einen Platz für euch bereit gemacht habe,

werde ich wiederkommen.

Dann werde ich euch zu mir holen.

Denn dort, wo ich bin,

sollt auch ihr sein.

4 Ihr kennt ja den Weg zu dem Ort,

wo ich hingehe.«

5 Thomas sagte zu ihm:

»Herr,

wir wissen nicht,

wo du hingehst.

Wie können wir da den Weg wissen?«

6 Jesus antwortete ihm:

»Ich selbst bin der Weg.

Genauso bin ich die Wahrheit und das Leben.

Es gibt keinen anderen Weg,

der zum Vater führt,

als mich.

7 Wenn ihr mich wirklich kennt,

dann werdet ihr auch meinen Vater kennen.

Schon jetzt kennt ihr ihn

und habt ihn gesehen.«

8 Philippus sagte zu ihm:

»Herr, zeig uns den Vater.

Das genügt uns.«

9 Jesus antwortete ihm:

»Jetzt bin ich schon so lange mit euch zusammen –

und du kennst mich immer noch nicht wirklich,

Philippus?

Wer mich gesehen hat,

hat den Vater gesehen!

Wie kannst du da verlangen:

›Zeig uns den Vater‹?

10 Glaubst du nicht,

dass ich im Vater gegenwärtig bin

und dass der Vater in mir gegenwärtig ist?

Was ich zu euch gesagt habe,

das stammt nicht von mir.

Der Vater ist immer in mir gegenwärtig.

Er vollbringt seine Taten durch mich.

11 Glaubt mir:

Ich bin im Vater gegenwärtig

und der Vater ist in mir gegenwärtig.

Wenn ihr das so nicht glauben könnt,

dann glaubt es wenigstens wegen der Taten.

12 Amen, amen, das sage ich euch:

Wer an mich glaubt,

wird genau solche Taten vollbringen,

wie ich sie vollbringe.

Ja, er wird sogar noch größere Taten vollbringen,

als ich sie vollbracht habe.

Denn ich gehe zum Vater.

13 Wenn ihr dann als meine Jünger

um etwas bittet,

werde ich eure Bitte erfüllen.

So wird die Herrlichkeit des Vaters

durch den Sohn sichtbar gemacht.

14 Wenn ihr mich also dann als meine Jünger

um etwas bittet,

werde ich eure Bitte erfüllen.«



Kommentare

Monika & Wanner-Krause, 80 Jahre alt, sorry etwas spät !!!
ANDACHT FÜR SONNTAG, DEN 22. MÄRZ 2020
VON JUDITH UHRMEISTER zum Johannes-Evgl. 14
Ich zitiere:
Dieser Sonntag heute heißt Lätare, also „freue Dich!“ Tja, aber worüber sollte ich mich heute freuen? Wir treffen uns gar nicht mehr. Gottesdienste und alle anderen Menschenansammlungen sind staatlicherseits verboten.
Und für mich stellt sich die Frage, was bleibt, wenn wir das, was uns als Gemeinschaft ausmacht, plötzlich nicht mehr einfach so tun können? Ist das das Ende von Kirche und Gemeinde?
Natürlich nicht, das wäre viel zu dramatisch. Wir bleiben Gemeinde und wir bleiben Kirche, auch wenn die Kirchengebäude vorerst geschlossen bleiben. Aber diese Situation ist trotzdem neu für uns. Wie geht Gottesdienst, wenn wir uns nicht mehr physisch treffen können? Meine Antwort: Jede/r hat seine Geschichte mit „Kirche & Gott“, so wird er auch gerne wieder daran anknüpfen, wo wir stehen geblieben sind, gerade da - „Emmaus bewegt sich“ - und wurde durch das Virus ausgebremst.
Mir hat diese Idee sehr gut gefallen, das Faltblatt ist gut gemacht, die Themen interessant vorangekündigt. Ich hatte mir einiges angekreuzt, auf die Installationen war ich gespannt u. vieles mehr, konnte leider nicht zum Auftaktgottesdienst kommen, aber an einem Mittwoch zur Trommelgruppe mit Pfr. Schaper. Am Sa. 14.3. ging ich mal kurz vorbei um mich zu informieren, wie es weiter geht Herr Dühr und Herr Nasrallah waren beim Kaffee trinken meine Gesprächspartner. Danach wurde leider die Kirche geschlossen.
Nun diese wohl überlegte Andacht auf Youtube, zwei Pfarrer, davon eine Pfarrerin – wie es in der Ev. Kirche gut ist !!! und paritätisch zwei aus dem Prebyterium.
Gut war eine pdf der Adacht dabei. Sie hatte für mich mehr Gehalt als die erzählte Geschichte, es kam mir vor, für Konfirmaden*nnen erzählt. Das Gespräch untereinander war liebenswert und wahrhaftig, der Situation entsprechend. Ansonsten vermisste ich auch die Musik, vielleicht ein Lied oder kl. Musikstück, gehe auch mit Herrn Koch einig, Gebet und Segen fehlten.
Mein Mann und ich, wir haben durch unsere Töchter & die Kunst in der Konfirmandenzeit, die ja in den 70iger 80iger Jahren länger waren, in der Thomaskirche um Pfr. Uwe Seidel mit Kantor Lehmann und
Oskar Gottlieb Blarr von der Neanderkirche, dem ökumenischen Arbeitskreis von Diethard Zils u. Margret Blarr die liturgische & politische Bewegung miterlebt. Wir wünschen „Emmaus bewegt sich“ nach der stillen Zeit eine gute Fortsetzung und ich bin gespannt auf die morgige Andacht. Liebe Grüße an alle !!!
Anja Annusat
Hallo zusammen, ich habe gerade euer Vidiochat verfolgt.
Leider hat es mich niedergestreckt, aber momentan hat der Text vom
barmherzigen Samariter für mich eine ganz neue Bedeurung. In den jetzigen Zeiten erlebe ich und viele aus unserer Gemeinde wie wir uns gegenseitig unterstützen. Für mich sind das geistige Wort,telefonische Begegnungen mit der Familie und Freunde hier in Norddeutschland und Österreich wichtig geworden. Es ist doch komisch wie ein so kleiner Virus uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet. An alle Engel ohne Flügel ( man nennt sie auch Freunde) Danke
Domenica Di Gangi
Hallo,

ich habe mir gerade Euer Video angeschaut und ich kann nur sagen: "ich bin begeistert!"! Wenn Gottesdienste so ausgestaltet wären, wie diese Online-Andacht, ich wäre jedes Mal mit Begeisterung dabei.

Vielleicht könnten wir als Gemeinde dieses Format beibehalten, auch wenn wieder "normale" Gottesdienste stattfinden? Muss ja auch nicht wöchentlich sein.

Mein Vorschlag für eines der folgenden Online-Andachten ist das "Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind ..." zu thematisieren. Schließlich ist jetzt durch die ab heute in Kraft getretene Kontaktsperre die Situation da, dass dieses Wort nicht nur nach seinem übertragenen, sondern auch nach seinem literalen Sinne ausgelegt werden kann und vielleicht Viele aus der Gemeinde berühren konnte.

Lg

Domenica Di Gangi
L. Schütt
Lieber Herr Koch,

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung! In der Tat haben wir lange überlegt, welche Form wir wählen. Letztlich habe wir uns bewusst für diese Variante entschieden, weil es die andere - eher den klassischen Gottesdienst nachempfindende - bereits gibt, und zwar auch gut gemacht. Und: Es war ein erster Versuch. Ich kann mir gut Vorstellen, insbesondere Ihren Heinweis auf ein verbindlicheren Abschluss oder auch einer Form der Fürbitten noch zu intergrieren.

Rückmeldungen zur Predigt würden wohl am besten direkt an die Autorin gehen: judith.uhrmeister@ekir.de

Auf Bald und bleiben Sie gesund und guter Dinge!
Matthias Koch, 69 Jahre
Vielen Dank für Ihren Versuch, den Gottesdienst in einer anderen Form mit dem anderen Medium fortzusetzen, anzubieten, zu praktizieren.
Ich empfand die fast 28 Minuten ein wenig schwierig.
1. Mir fehlt die Gemeinschaft. Das kann diese Form nicht bieten. Aber das Nachempfinden des "alten" Gottesdienstes wird erschwert, weil nichts Altes, Bekanntes vorkommt. Keine Orgel, kein Lied und vor allen Dingen -
2. keine Fürbitte, kein Segen, kein Aufruf zur Spende auf das oder das Konto. Ich meine, dass Derartiges durchaus auch Platz in der von Ihnen gewählten Form finden kann.
3. Das Tschüß am Ende der "Veranstaltung" ist mir zu wenig. Der Einstieg war irgendwie noch in Ordnung, aber die Verabschiedung kann meiner Ansicht nach ein wenig anders/tiefgründiger/verbindlicher laufen.

Die äußere Form wird wohl eher von den jüngeren Leuten geschätzt. Ich kann/muss mich daran gewöhnen, dass der feierliches Rahmen fehlt. Kein Talar und das bequeme Sitzen vor dem Bildschirm mit mehr oder weniger Augenkontakt ...
Zum Schluss auch noch eine positive Stellungnahme: Ich war positiv überrascht, Ihre E-Mail so völlig unvorbereitet zu erhalten. Da hat die Kirche für mich die Kirchentüre aktiv aufgestoßen. Nicht gewartet, ob einige Gemeindeglieder zum Gottesdienst kommen, sondern zu jedem einfach erscheinen. Das war wirklich gut!
Anregung: Ich würde gerne etwas zu der Predigt sagen. Dazu ist hier aber nicht der Ort. Vielleicht können Sie "irgendwie und irgendwo" eine Seite einbauen, auf der Interessierte ihre Meinung nur zu der Predigt äußern dürfen. Und vielleicht ergibt sich auch am Schluss, nach 48 Stunden, die Möglichkeit, dass ein Hauptamtlicher/Studierter seine mehr oder weniger fachliche Meinung zu den zuvor geschriebenen Stellungnahmen abgibt.
Nochmals vielen Dank für Ihr engagiertes Tun, Gottes Segen, und bleiben Sie gesund!