T-Punkt virtuell: Ideen gegen die Langeweile

T-Punkt virtuell: Ideen gegen die Langeweile


# Aus der Jugendarbeit
Veröffentlicht von Büro Team am Mittwoch, 15. April 2020, 00:00 Uhr
© T-Punkt

Von Rafaela Matzigkeit. Nachdem nach und nach die meisten öffentlichen Aktivitäten verboten wurden, haben sich auch die MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung T-Punkt auf die neue Situation eingestellt. Im Austausch mit dem PH-Treff und den PfarrerInnen der Gemeinde hat das Team ein digitales Kommunikationsnetz aufgebaut. Die Angebote der Einrichtung werden nun über Cloud, WhatsApp, Facebook und Instagram gepostet, Austauschmöglichkeiten gibt es dort zu festgelegten Zeiten. Für die Kinder und Jugendlichen bleiben damit beide Einrichtungen auch in dieser Zeit eine wichtige Anlaufstelle für Fragen und Sorgen.

Ralph, Birgit und Philipp, die Fachkräfte im T-Punkt, und Jens, Björn u.v.m. bieten weiterhin ihre Veranstaltungen an drei Tagen in der Woche an, jetzt nur virtuell. Der Kindertreff (auch für Eltern) für Gespräche, Bastel-und Malaktionen findet dienstags und donnerstags ab 16.30 Uhr statt.

Dann gibt es den T-Punkt Talk: Freitags ab 20 Uhr laden Ralph und Philipp zur „Spätschicht“ ein. Mit anderen schmeckt das Bier nochmal so gut, und man redet miteinander und füllt die Zeit sinnvoll aus. Außerdem haben die Mitarbeiter ein offenes Ohr für Ängste und Probleme, die sie ja selber auch verspüren. Sie kennen das Gefühl, wenn die Nerven versagen, weil man nicht mehr genügend Bewegungsfreiheit hat, sich nicht mehr umarmen darf oder befürchtet, nicht ausreichend für Schule oder Studium arbeiten zu können. Ralph erzählt, dass manche erst in dieser Situation sich untereinander richtig kennengelernt und  Tipps gegen Trübsal ausgetauscht hätten.

Die Ideen sprudeln nur so. Das große ausgefallene Konzert, das in der Matthäikirche im Rahmen von emmausbewegtsich stattfinden sollte, wurde am 3. April per Zoom nachgeholt. Die Montagsmaler treffen sich abends virtuell zum Malen, aber auch zum Spielen und gemeinsamen Abendbrot.

In einer Videoaktion vermittelt Ralph Schritt für Schritt eine Bastelanleitung für ein „Dosentelefon“. Zu Ostern wurden Grußkarten gestaltet und die Kinder von den Kitas und der benachbarten Grundschule werden ebenso mit Sing-, Mal- oder Bilderraten-Angeboten angesprochen. Die Kinder wiederum machen auf Angebote im Netz aufmerksam, wie zum Beispiel ein Auftritt von Volker Rosin oder Herrn H., der mit seinen Kinderliedern begeistert.

Obwohl alle Mitarbeitenden in den beiden Einrichtungen sich auf die Arbeit nach Corona freuen, sieht Ralph vom T-Punkt auch durch diese Situation eine Chance für die zukünftige offene Jugendarbeit. Denn auch danach besteht die Notwendigkeit, weiterhin auf den unterschiedlichsten Ebenen Unterstützung anzubieten, nicht  zuletzt mit tollen Ideen gegen die Langeweile.

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